Säulen

Hier findet ihr also nun unsere 10 Tipps für sicheres Feiern.

Using alcohol or other drugs is never without risk

Es steht euch frei, zu genießen, aber passt auf euch selbst und euren Körper auf. Wir wollen zwar jetzt nicht wie eure Mutter klingen, aber seid vernünftig bei dem, was ihr zu euch nehmt. Achtet gut darauf, wie viel ihr zu euch nehmt und ob ihr es gut vertragt – sowohl Alkohol als auch Drogen. Der Konsum von Alkohol und Drogen ist nämlich nicht ganz ohne Risiko und jede Sorte/Substanz hat eine andere Wirkungsweise. Es bestehen Risiken in Bezug darauf, was ihr nehmt, wo ihr es nehmt, wie viel ihr nehmt und wie euer Körper darauf reagiert. Der eine hat bereits nach drei Bierchen mehr als genug, bei einem anderen sind dazu zehn Bierchen nötig. Du weißt selbst am besten, was du verträgst. Sei dir immer davon bewusst, was du gerade zu dir nimmst. Informiere dich immer selbst und glaube nicht einfach alles, was man dir erzählt. Richtig abzufeiern ist super, besonders wenn es auf eine verantwortungsvolle Art und Weise geschieht. Die schönsten Abende sind die, an denen du dich einfach nur gut fühlst. Das kann natürlich auch einfach mal ohne Alkohol und Drogen sein.

Und zu guter Letzt nicht vergessen: Harte Drogen – auch wenn unsere tolerante Gesellschaft nicht so erscheint – sind noch stets illegal und die meisten Veranstaltungen praktizieren hier eine „Zero Tolerance Policy“.

I love my ears

Eine Party ohne Musik ist wie Sommer ohne Sonne. Aber taub werden oder gar noch schlimmer, ein Piepsen im Ohr, das nicht mehr verschwindet, ist ein absolut nicht erstrebenswertes Souvenir von einem tollen Fest. Achte daher sorgfältig auf dein Gehör und trage bei einem Lärmpegel, der über 80 dB(A) liegt, immer Ohrstöpsel. Diese sind auf jeder Veranstaltung an Automaten, Informationsschaltern oder Gehörschutz-Ständen erhältlich.

Natürlich willst du intensiv spüren, wie der Bass durch deinen Körper wimmert, aber direkt vor den Boxen zu stehen, ist ziemlich unvernünftig. Selbst dann, wenn du Ohrstöpsel trägst.

Think for yourself, care about others

Ein toller Event zeichnet aus, dass man Teil von einer Gemeinschaft wird. Die ganze Crowd zaubert eine tolle Atmosphäre und ihr teilt gemeinsam eine einzigartige Erfahrung. Achtet daher aufeinander – sowohl auf deine Freunde als auch auf die anderen Partygänger. So könnt ihr alle super zusammen Feiern.
Lass deine Freunde nicht allein, insbesondere dann nicht, wenn du weißt, dass sie etwas genommen haben. Es kann recht hilfreich sein, vorab einen Treffpunkt zu verabreden, falls ihr euch mal aus den Augen verlieren solltet.

Hast du etwas genommen? Sei dann offen und ehrlich. Versuche nicht, andere dazu zu überreden, und lass dich selbst nicht dazu überreden, etwas zu nehmen, dass du nicht willst. Es wäre echt Schade, wenn das deine Party vermiesen würde. Bleib dir selbst treu und vertrau auf dein Gefühl.

Es sind immer Rettungskräfte während einer Party im Einsatz. Egal welches Problem du auch hast, du kannst immer die Erste Hilfe aufsuchen, auch wenn du nur ein Pflaster für deine Blasen brauchst. Sei allerdings gegenüber den Rettungskräften immer freundlich und ehrlich in Bezug auf deinen Konsum. Sie wollen dir helfen.
Und nicht vergessen: Zusammen weggehen heißt auch zusammen nach Hause gehen. Sprecht darum ab, wer von euch nüchtern bleibt, um alle nach Hause zu fahren.

Pace yourself: Eat, sleep, rave.

Du bist kein Roboter. Auch wenn du noch so gerne ununterbrochen Feiern willst, irgendwo hört es auf. Gönne dir selbst die Möglichkeit, um deine Energiereserven wieder aufzufüllen. Wenn du dich gerade ausgelassen und unbeschwert von der Musik treiben lässt, willst du natürlich, dass diese Party nie zu Ende geht. Aber Schlafen hat seine Vorteile und ist notwendig. Vergiss also nicht, dein Schlafdefizit wieder auszugleichen, denn so bist du schnell wieder klar für die nächste Party. Gönne dir ein gutes Frühstück, denn das hast du nach einer ordentlichen Feier definitiv verdient.

Während des Feierns benötigt dein Körper viel Flüssigkeit. Daher ist es wichtig, dass du ausreichend Wasser trinkst. Aber zuviel Wasser trinken ist auch nicht gut für dich. Pro Stunde solltest du daher nicht mehr als zwei Gläser oder ein Fläschchen Wasser trinken. Lege gelegentlich mal eine kurze Pause beim Tanzen ein und esse eine Kleinigkeit, damit sich dein Salz- und Energiepegel wieder im grünen Bereich befinden. Auf diese Weise hältst du viel länger durch.

Don't push your limits. Be responsible

Deine Mama hat dich lieb – stell darum keine Dummheiten an. Überlege dir, was du tun und wie lange du Feiern willst, wie du nach Hause kommst oder was du genau mitnehmen willst und spreche dich diesbezüglich mit deinen Freunden ab.

Im Hinblick auf Alkohol und Drogen gilt ganz klar: „less is more“. Lieber etwas zu wenig, als etwas zu viel! Denn das etwas zu viel kann dafür sorgen, dass du dich nicht gut fühlst und dein Partybesuch vermiest ist. Das wäre ziemlich blöd. Sei dir darüber im Klaren, dass wenn du zu weit gehst, du oft auch den Abend/Tag für die Menschen ruinierst, die mit dir zusammen feiern wollten.

Feier, lebe, tanze, sei wild, aber alles im Rahmen, sodass du dich immer gut fühlst und dein Körper nicht überfordert wird.

Be prepared for any type of weather

Willkommen in den Niederlanden – das Land, das euch an einem Tag alle vier Jahreszeiten bieten kann. In einem Moment knallt die Sonne mit voller Kraft vom Himmel und nur eine Stunde später ziehen schwere Gewitter mit Hagel über das Land. Schaut euch daher den Wetterbericht an, bevor ihr euch auf den Weg zum Festival macht. Sorgt dafür, dass ihr auf alles vorbereitet seid.

Wählt ein Outfit, das nicht zu warm oder zu kalt ist. Am besten funktionieren verschiedene Schichten Kleidung, die du nach Bedarf an- oder ausziehen kannst. Trage vor allem keine zu eng anliegende Kleidung, da es wichtig ist, dass dein Körper selbst die Temperatur regeln kann, damit er nicht überhitzt. Eine Kopfbekleidung ist daher nicht immer die beste Wahl. Natürlich stellt sie einen hervorragenden Sonnenschutz dar, aber der Kopf wird auch sehr warm. Sonnenschutzcreme ist zudem ein absolutes Must-have!
Wenn du während eines mehrtägigen Festivals abends dann gemütlich in dein Zelt krabbelst, achte darauf, dass du dich warm genug bekleidet bist – Socken und ein Pulli sind zu empfehlen. Denn wenn du etwas angetrunken bist, merkst du nicht, dass du unterkühlst. Kleide dich ausreichend warm, und du musst nachts nicht frieren.

Take your time to chill

Wenn du auf einem Festival bist, willst du natürlich in einer Tour feiern und tanzen. Aber ab und zu hat dein Körper etwas Abkühlung nötig. Vor allem dann, wenn es bei der Veranstaltung sehr warm und feucht ist. Dann kann dein Körper die eigene Wärme und Feuchtigkeit nicht mehr ausreichend regulieren, wodurch die Gefahr einer Überhitzung besteht. Achte daher darauf, dass du zwischendurch eine kleine Pause zum Chillen einlegst.

Chillen. Der Begriff ist Programm – du solltest dich abkühlen und das Tanzen kurz unterbrechen. Dies ist die beste Art und Weise, um Überhitzung zu vermeiden. Sogar noch besser als Wasser trinken. Begebe dich regelmäßig an eine kühlere Stelle, beispielsweise in die Chill-out-Zone oder bei Festivals im Freien, in den Schatten. Dort kannst du dich etwas sammeln, abkühlen und neue Energie laden.
Du fühlst dich gerade nicht so gut? Stoppe dann mit dem Tanzen, geh zu einem ruhigen Platz abseits von all dem Trubel oder wende dich an eine Erste-Hilfe-Station. Wer ab und zu eine Chill-Pause einlegt, kann länger feiern.

Always have safe sex

Zum Feiern gehört, außer dem Tanzen, auch das Flirten und Schäkern. Und mit steigendem Alkoholpegel werden die Menschen um einen herum natürlich immer schöner! Daher stehen die Chancen durchaus gut, dass du die Liebe deines Lebens – oder für eine Nacht – zu dir nach Hause oder in dein Zelt mitnimmst. Allerdings bekommt die Sache ganz schnell einen üblen Nachgeschmack, wenn du ein oder zwei Wochen später feststellst, dass du dir ein ungeliebtes Souvenir in Form einer Geschlechtskrankheit eingehandelt hast.

Die Moral von der Geschichte: Ohne Kondome geht gar nichts und das gilt sowohl für die Herren als auch für die Damen. Weise auf deine Grenzen hin und lass dich nicht überreden – wenn der- oder diejenige dich echt so heiß findet, dann respektiert er oder sie deine Wünsche. Noch ein Hinweis für die Herren: Ihr seid keine Schwächlinge, wenn ihr es nur „mit“ macht. So könnt ihr auf jeden Fall sicher gehen, dass ihr in neun Monaten nicht auf einmal auf euer „Mini-Me“ trefft …

Auf diese Weise habt ihr den Spaß, ohne dass ihr es hinterher bereuen müsst.

The First Aid Team is your friend.

Du fühlst dich nicht gut? Dir ist schlecht? Oder siehst du, dass es einem von deinen Freunden nicht so gut geht? Zögere dann nicht, und suche eine Erste-Hilfe-Station auf. Dort wird dir immer geholfen. Mach dir keine Sorgen darüber, dass du Probleme bekommen könntest, wenn du Erste Hilfe in Anspruch nehmen willst. Sei immer offen und ehrlich in Bezug darauf, was du konsumiert/eingenommen hast. Denn wenn die Hilfskräfte nicht wissen, was du zu dir genommen hast, dann können sie dir nicht richtig helfen. Erzähle darum auch deinen Freunden, was du genommen hast. Wenn du Drogen konsumiert hast, hat das keine strafrechtlichen Folgen für dich. Weder für dich noch für die Person, die du dort hinbringst.

Falls du die Erste-Hilfe-Station nicht finden kannst, oder es gelingt dir nicht, diese aufzusuchen, dann kannst du immer eine Sicherheitskraft oder ein anderes Crew-Mitglied um Hilfe bitten und Erste Hilfe herbei rufen lassen. Lass niemals eine Person allein zurück, wenn sich diese nicht gut fühlt.

Natürlich erhältst du bei der Erste-Hilfe-Station ein Aspirin, ein Pflaster für deine vom vielen Tanzen geschundenen Füße oder einfach nur ein Glas Wasser, wenn du dich mal nicht ganz so gut fühlst.
Alles, was du mit den Rettungskräften besprichst oder was in der Erste-Hilfe-Station geschieht, wird streng vertraulich behandelt.

Sei nett zu den Rettungskräften. Sie sind für dich dar und sind deine Freunde. Darüber hinaus sind es ausgebildete Fachkräfte. Vertrau darauf, dass sie ihre Arbeit gut machen, und zeige ihnen Respekt, denn sie arbeiten hart, damit sie dir helfen können.

Don't drink, drug and drive. You are a big risk for yourself and others.

Zum Einstieg einige Zahlen, die recht traurig machen: Durch die Folgen von Alkohol sterben in den Niederlanden pro Jahr 250 Menschen im Straßenverkehr und 3.400 Menschen werden schwer verletzt. 80 Menschen kommen jährlich im Straßenverkehr durch Drogenkonsum um. Vor allem Jüngere, schwere Trinker und Konsumenten von einer Kombination aus Alkohol und Drogen weisen ein sehr großes Unfallrisiko auf.

Wenn du Alkohol getrunken oder Drogen genommen hast, überschätzt du häufig, wie gut du noch Autofahren kannst. Aber du stellst eine Gefahr für dich selbst und alle anderen Verkehrsteilnehmer dar. Aus diesem Grund: Tu es nicht. Das Fahren unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss ist ein Vergehen, wofür dir zudem der Führerschein abgenommen werden kann.

Es besteht allerdings noch eine weitere, leider oft unterschätzte Gefahr, für Fahrer: Übermüdung. Wenn du nach dem Feiern müde bist, gibt es nur eine Lösung – schlafen. Energiedrinks oder andere aufputschende Mittel helfen nicht, um wieder fit zu werden.

Mit anderen Worten: Siehe zu, dass du sicher nach Hause kommst. Steige nie bei einem in das Auto, wenn du siehst, dass dieser nicht nüchtern ist. Besorge dir einen Fahrer, nimm ein Taxi, steige in einem Hotel/einer Pension ab, lass dich von deiner schwangeren Freundin abholen oder am allerbesten – nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Plane deine Rückfahrt bereits vorab. Falls ihr doch das Auto nehmt, stellt sicher, dass ihr vorab klärt, wer nüchtern bleibt und fährt. Lenkt den- oder diejenige während der Fahrt nicht ab. Hände über den Gurt und sicher zu Hause ankommen!